VW zeigt das Cockpit der Zukunft

3D-Effekte im Armaturenbrett und ins Sichtfeld projizierte Fahrinformationen: Für Volkswagen sieht die Zukunft des Cockpits im Auto ziemlich digital aus. Die auf der Elektronikmesse CES vorgestellten Neuheiten sollen den Fahrer vor allem entlasten.

Um Autofahrern die Übersicht zu erleichtern, will VW künftig Blicksteuerung, 3D-Grafiken und Augmented Reality im Head-Up-Display von Fahrzeugen nutzen. Das hat der Hersteller auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas angekündigt und einen entsprechenden Prototypen präsentiert.

Wo man bisher auf scharfe, aber zweidimensionale Grafiken hinter dem Lenkrad schaut, erzeugen bei diesem Prototypen zwei über einander gelegte Bildschirme einen 3D-Effekt. Außerdem erfasst eine Kamera die Blickrichtung des Fahrers und steuert damit die Inhalte der Grafik, so der Hersteller weiter. Es wird deshalb nur eingeblendet, was der Fahrer mit seiner aktuellen Blickrichtung überhaupt erfassen kann.

Damit er die Augen nicht mehr so oft von der Straße nehmen muss, gibt es im Cockpit der Zukunft auch ein weiter entwickeltes Head-Up-Display, das mit sogenannter AR-Technik arbeitet. Für diese Augmented Reality haben die Entwickler eine zweite Bildebene eingezogen, die virtuell weiter vom Fahrzeug entfernt ist und ihre Inhalte der Situation anpasst. Abstandshinweise folgen so dem Vordermann, Navigationspfeile weisen in die entsprechende Richtung.

Eine offizielle Angabe zu den Serienchancen der Technik gibt es bei Volkswagen noch nicht. Nachdem es die einzelnen Bausteine der CES-Demonstrationsobjekte in den vergangenen zwei Jahren von den Zulieferern bereits zu einem Fahrzeughersteller geschafft haben, dürfte es bis zur Markteinführung allerdings höchstens noch eine Fahrzeuggeneration dauern. Zum Golf VIII zum Beispiel könnte das Cockpit der Zukunft dann Gegenwart sein.